Burnout wird als Zustand der totalen Erschöpfung mit dem Diagnoseschlüssel

ICD Z73.0

erfasst. Der Abschnitt Z enthält „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“; Burn-out ist also nach dieser Klassifikation ein Einflussfaktor, aber kein Syndrom und keine eigenständige Krankheit.

Burnout-Syndrom bezeichnet eine besonders ausgeprägte berufliche und / oder private Erschöpfung.
Ständige Frustration, das Nichterreichen von Zielen, zu hohe persönliche Erwartungen an eigene Leistungen, Überlastungen etc. können zur Erschöpfung führen.
Das Burnout-Syndrom ist vielfältig und individuell in Auftreten und Ausmaß: Erschöpfung und Niedergeschlagenheit, aber auch körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe oder körperliche Dysfunktionen. Typisch sind auch Schuldgefühle oder Versagensängste. Der „Ausgebrannte“ erlebt seine Umwelt im Allgemeinen als nicht mehr kontrollierbar und zieht sich eher in sich zurück, ohne eventuelle Hilfe (von Verwandten oder Freunden) anzunehmen.

Burnout betrifft nahezu alle sozialen Gruppen sowie Schüler, Wissenschaftler, Arbeitslose oder Rentner. Freudenberger der Entdecker von Burnout und anerkannter Burnoutforscher schätzt das ca. 10% der Arbeitnehmer ausgebrannt sind. In so genannten Helfer – Berufen ist sogar von der Zwei bis Dreifachen Menge auszugehen.

Die wenigen Forschungsergebnisse für den Bereich Berufsfeuerwehr decken sich mit meiner Studie 2006, wonach mit einer Burnoutquote von ca. 20% bei Einsatzkräften gerechnet werden muss.

Dipl. Soz. Wiss. Mark Overhagen