Burnout bei der Feuerwehr
„Wer je ein ausgebranntes Gebäude gesehen hat, der weiß, wie verheerend so etwas aussieht.
Ein Bauwerk, eben noch von pulsierendem Leben erfüllt, ist nun verwüstet.
Wo früher Geschäftstätigkeit herrschte, finden sich jetzt nur noch verkohlte Überreste von Kraft und Leben.
Ein paar Ziegel und Zementbrocken mögen stehen geblieben sein, ein paar leere Fensterrahmen.
Vielleicht ist sogar die äußere Hülle des Gebäudes noch erhalten.
Wer sich jedoch hineinwagt in die Ruine, wird erschüttert vor dem Werk der Vernichtung stehen.“(Freudenberger, 1980, S. 13).
Die psychische Belastung von Feuerwehrangehörigen durch Stress ist inzwischen ein anerkanntes Problem. Diese Internetseite informiert über Stress und Burnoutsymptomatiken bei der Spezies Feuerwehrmann/frau sowie über mögliche Ursachen und dessen Bewältigungsmöglichkeiten.
Feuerwehrleute das sind die Retter in der Not. Helden des Alltags, unerschrocken und aufopferungsvoll. Aber Feuerwehrleute sind auch Menschen. Menschen deren Kräfte nicht endlos reichen. Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass der Einsatzdienst als psychisch belastend einzustufen ist. Bei Berufsfeuerwehrleuten stellt dies jedoch den Berufsalltag dar.
Das Anforderungs- und Belastungsspektrum von Feuerwehreinsatzkräften resultiert aus Anforderungen im Einsatz und auf der Wache. Ausdauernde Arbeitsbelastungen können je nach Belastungsgrad zu Beeinträchtigungen der psychischen und physischen Gesundheit führen. Burnout ist dabei eine typische negative Belastungsfolge.
Verschiedene Studien weisen eine Burnoutquote von ca. 30% bei beruflichen Einsatzkräften auf. Ungünstig und schädlich sind verschiedene Aspekte der Arbeit als Feuerwehrmann.
Man sollte bei der Feuerwehr zwei psychische Belastungsarten unterscheiden. Einerseits den Belastungen aus dem Einsatzgeschehen die zum Teil schockierend und stressgeladen wirken und Belastungen aus dem arbeitsorganisatorischen Bereich aufgrund ungünstiger Arbeitsbedingungen. Beide Faktoren einzeln oder die Summe aus beidem können das seelische Gleichgewicht aus der Bahn werfen.
Dipl. Soz. Wiss. Mark Overhagen
