Das Burnout-Syndrom
Viele Menschen erleben es Tag für Tag, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen: Sie fühlen sich schlapp, Kraftlosigkeit hat sie schon den ganzen Tag niedergedrückt. Sich jetzt noch zu Aktivitäten wie Sport oder Theaterbesuchen aufzuraffen, scheint ihnen nicht mehr möglich zu sein. In Gang kommen sie am nächsten Morgen nur beschwerlich und der Job macht schon lange keinen Spaß mehr. Die Betroffenen sind am Ende häufig überhaupt nicht mehr in der Lage zu arbeiten, werden arbeitslos oder gehen früh in Rente – eine Entwicklung, die sich gleichwohl mit rechtzeitiger psychotherapeutischer Hilfe verhindern lässt.
Die charakteristischen Merkmale von Burnout sind eine körperliche und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie der Verlust der Fähigkeit sich zu erholen.
Burnout ist nicht nur ein persönliches Problem des Betroffenen, sondern gefährdet aufgrund seiner „ansteckenden“ Natur das berufliche Umfeld. Gesellschaftlich wird eine Steigerung des Burnout-Risikos aufgrund der jetzigen und sich zusätzlich verändernden Lebens- und Arbeitsbedingungen zu erwartet.
Burnout wird anhand einer äußerst komplexen Vielzahl verschiedener Ursachen und Symptomen dargestellt. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht dass im Laufe der Zeit ein immenses Spektrum an Möglichkeiten der Prävention und Intervention entwickelt wurde.
Dipl. Soz. Wiss. Mark Overhagen