Um den Burnout oder Belastungsprozess zu vermeiden oder aufzuhalten, ist es sinnvoll die Ursachen zu kennen.

Ob Anforderungen als Belastung wahrgenommen werden, hängt von der individuellen Bewertung der Situation und den persönlichen Ressourcen der Person ab. Übersteigen die Anforderungen die subjektiven Bewältigungsfähigkeiten werden sie als Belastung oder Stress erlebt. Im Wesentlichen lassen sich im die Gründe für Burnout im persönlichen, im sozial-, und im Arbeitsorganisatorischen Bereich finden sowie aus Extremeinsatzbelastungen. Bei all diesen genannten Feldern spielt insbesondere der Rollenkonflikt zwischen Wunschbild und Realität eine große Bedeutung. Ist diese Diskrepanz zu groß steigt die emotionale Enttäuschung stark an. Diese Enttäuschung ist schließlich eine Grundlage für diese Krankheit.
Folgende Aspekte begünstigen den Burnoutprozess:
Folgende Ursachen für Burnout stehen besonders in Zusammenhang mit den Arbeitsbelastung der Einsatzkräfte.
Häufig ist die Burnoutgefahr in Arbeitsorganisationen durch ungünstige Arbeitsbedingungen, wie eine geringe Beteiligung an Entscheidungsprozessen oder die Unbezwingbarkeit organisatorische Barrieren bedingt.
Bei vielen Feuerwehren kommt es oftmals bedingt durch die Personalführungskultur zu Faktoren wie z. B. zu wenig Autonomie und eigene Entscheidungsfreiheit bei der Arbeit.
Auch das Ausmaß der intellektuellen Anregung beeinflusst das Burnout-Risiko. Je mehr der Alltag von immer gleicher Routine ohne Herausforderungen bestimmt ist, desto höher ist das Burnout-Risiko.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Kontakt mit Kollegen und Führungskräften, hier kann Burnout dadurch mitverursacht werden, dass der Betroffene Gleichgültigkeit erfährt, keinen Rat und Unterstützung erhält und ihm keine emotionale und strategische Rückendeckung gegeben wird.
Außerdem wird Burnout durch „schlechten“ Kontakt zum Vorgesetzten begünstigt, wenn Betroffene beispielsweise zu wenig Rückmeldung, Lob und Anerkennung bekommen. Auch zu starke Kontrolle und schlechtes Arbeitsklima steigern die Burnout-Gefahr.
Aber auch die zeitliche und organisatorische Unmöglichkeit wie zum Beispiel eine zeitraubende sinnlose Verwaltungsarbeit fördern Burnout.
Weitere wichtige Umweltfaktoren sind private Probleme in Familie oder Partnerschaft, Einsamkeit oder ein schwaches soziales Umfeld.

Dipl. Soz. Wiss. Mark Overhagen